Die Geschichte zum Haus

Am 17. Dezember 1858 erhielt Samuel Stauffer vom Luzerner Stadtrat die Bewilligung auf seinem Grundstück "Weymatte", nur wenige Schritte vom 1821 errichteten Löwendenkmal entfernt, ein Riegelhaus zu erstellen. Da die Weymatte samt Antoni Brunnen zu diesem Zeitpunkt ausserhalb des Stadtbezirks lag, wurde ihm auferlegt, im Winter einen schmalen Weg schneefrei zu halten, um den Besuchern der Frühmesse den Gang zur Hofkirche zu erleichtern. Als Samuel Stauffer diese Arbeit zuviel wurde, schenkte er diesen Teil des Grundstückes kurzerhand der Stadt Luzern. Präparator Stauffer richtete in seinem Haus im Oktober 1859 ein Museum für ausgestopfte Alpentiere ein und nannte es "Staufferisches Museum der Thiergruppen".

Am 1. Februar 1888 kaufte Caspar Hirsbrunner die Liegenschaft und benutzte sie als Wohnhaus und Fotoatelier. Seine Frau lud die "Haute Volée" Luzerns zum Bridge ein und begann im Röselizimmer gegen Entgelt ihren Gästen Tee zu servieren.

Chronologie der Geschichte

  • 1821
    Errichtung Löwendenkmal
  • 1858
    Samuel Stauffer erhält die Baubewilligung für ein Riegelhaus
  • 1888
    Kauf der Liegenschaft durch Caspar Hirsbrunner
  • 1931
    Erwerb der Liegenschaft durch Wilhelm Buholzer und Übertragung des Real-Gasthaus-Rechts vom Hotel Mohren
  • 1952
    Trudy Buholzer, die Tochter des Hauses, heiratet Mr. August A. Busch
  • 1961
    Willy und Hanny Buholzer übernehmen in nächster Generation
  • 1998
    Philipp Buholzer übernimmt die Führung des Old Swiss House

Der am 10. Oktober 1889 geborene Wilhelm Buholzer wurde der nächste Eigentümer der Liegenschaft Löwenplatz 4, auf welche im Jahre 1931 vom Hotel Mohren an der Kapellgasse das Real-Gasthaus-Recht übertragen wurde. Unter der Leitung seiner Ehefrau Ida Buholzer erhielt das Haus erstmals Restaurant-Charakter. Sie führte über viele Jahre mit grossem fachlichen Können die Küche des Old Swiss House, während sich ihr Ehemann im Restaurant den Gästen widmete. Zu dieser Zeit war auch General Guisan ein gern gesehener Gast und hielt im Röselizimmer oft geheime Sitzungen während der Kriegsjahre ab.

Als 1951 Mr. August A. Busch, Besitzer der weltgrössten Brauerei "Anheuser-Busch", im Old Swiss House dinierte, lernte er Trudy Buholzer, die Tochter des Hauses kennen und heiratete sie 1952. Die amerikanischen Medien nahmen diese Eheschliessung zum Anlass, das Old Swiss House über Nacht in den USA bekanntzumachen.

1961 ging das Old Swiss House in Erbfolge an die nächste Generation Willy und Hanny Buholzer über. Von 1962 bis 1969 bewohnten sie mit ihren vier Kindern Regula, Willy, Philipp und Andreas den 1. Stock des Hauses. Diese einzigartigen Räumlichkeiten sind heute der ideale Rahmen für gemütliche Familienfeiern, erfolgreiche Geschäftsessen, aber auch für stilvolle Weihnachts- und Silvesterfeiern.

Die Sammlung ausgewählter Antiquitäten beinhaltet Wappenscheiben von 1575, den viel bestaunten Pfauen-Ofen, datiert 1636, eine kunstvolle Kassettendecke, viele wertvolle Gegenstände aus Old Sheffield Silber und zierliche Alt-Meissen Porzellanfiguren. Hanny Buholzer legt viel Wert auf einen persönlichen Empfang und freundlichen Service. Als Anerkennung für diesen jahrelangen, auf das Wohl der Gäste ausgerichteten Einsatz, erhielt das Old Swiss House den "Prix Sésame pour un accueil chaleureux et aimable" zugesprochen.

Nach dem Tod von Willy Buholzer im Jahre 1998 übernahm mit Philipp Buholzer die dritte Generation die Führung des Old Swiss House. Auf diese anspruchsvolle Aufgabe hat er sich gründlich vorbereitet. Er bestand die Kochprüfung mit der Auszeichnung des Kantons, absolvierte anschliessend die Hotelfachschule Lausanne und studierte an der Cornell University New York, USA. Er arbeitete in den besten Häusern wie "Witzigman's Aubergine", München, "Grappe d'Or", Lausanne, "Furama Hotel", Hongkong und den "Oberoi Hotels" in Mumbai, Calcutta und Bangalore.

Die Liebe zum Wein hat er von seinem Vater geerbt, der ein grosser Weinkenner war. Im Keller des Old Swiss House hegt und pflegt Philipp über 30'000 Flaschen auserlesener Jahrgänge primär aus dem Bordeaux. Eine grosse Rarität, die lückenlose "Château-Mouton-Rothschild" Sammlung, ist beim Eingang des Restaurants zu besichtigen.

Dank dem Wohlwollen unserer geschätzten Gäste und der tatkräftigen Unterstützung unserer hochqualifizierten Mitarbeiter, kann das Old Swiss House auch in Zukunft als "Familienbetrieb mit der persönlichen Note" erfolgreich weitergeführt werden.

Willkommen im Restaurant Old Swiss House